Papst Franziskus kämpft für Legalität

Der Kämpfer im Vatikan: Papst Franziskus und sein mutiger Weg

Andreas Englisch arbeitet seit 1987 als Vatikan-Korrespondent für den Springer-Verlag in Rom und hat schon mehrere Bücher über die verschiedenen Päpste veröffentlicht. Sein zweites Buch über Papst Franziskus (Jorge Mario Bergoglio mit bürgerlichem Namen) „Franziskus – der Kämpfer im Vatikan“ beschäftigt sich vor allem mit den revolutionären Maßnahmen, die Bergoglio seit seiner Wahl zum Papst (März 2013) getroffen hat.

Fast 30 Jahre Arbeit in Rom, in unmittelbarer Nähe zum Vatikan und zu den Päpsten Johannes Paul II., Benedikt und Franziskus, das bedeutet Kontakt zu unzähligen Leuten, die entweder im Vatikan arbeiten oder in enger Verbindung zur Kurie und zum jeweiligen Papst stehen, darunter auch namentlich genannte Größen der italienischen Politik (z.B. Giulio Andreotti, Licio Gelli u.a.), aber auch anonym bleibende Mitglieder des römischen Hochadels, Kardinäle, Bischöfe und Mitarbeiter der mittleren Ebene der Kurie.

Das Buch ist so spannend, dass man es kaum aus der Hand legen möchte. Spannend – auch für kirchenferne Leser – sind zunächst einmal die Beschreibungen der revolutionären Einstellungen und Maßnahmen, die mit dem derzeitigen Papst verbunden sind. Die Wahl des Papst-Namens „Franziskus“ ist Programm. Wie sein Vorbild, der heilige Franz von Assisi, Nationalheiliger Italiens, sieht Bergoglio die Rolle der katholischen Kirche darin, den Armen, den Besitzlosen zur Seite zu stehen, statt die Privilegien der Reichen und derer, die sich für eine Elite halten (wie z.B. die Kurie im Vatikan)zu verteidigen. Tatsächlich lebt er dieses Programm als Papst vor: Er weigert sich z.B., im Apostolischen Palast zu residieren, bezieht zwei Zimmer im einfachen Gästehaus des Vatikans und speist in der Mensa für die Vatikan-Mitarbeiter. Als Zeitungsleser nimmt man ein solches Beispiel für den Lebens- und Regierungsstil des argentinischen Papstes zur Kenntnis und denkt vielleicht voller Anerkennung, dass der Papst Ernst macht mit seinem Bekenntnis zur Armut. Andreas Ernst aber schildert auch die Konsequenzen: Der Papst ist für jeden Mitarbeiter ansprechbar; die Mensa als traditioneller Umschlagplatz für Informationen liefert ihm Wissen über sehr vieles, was in der Kurie vor sich geht. Franziskus lässt sich nicht durch einen alles regelnden Mitarbeiterstab isolieren, wie das unter Benedikt der Fall war. Während vorher ein Präfekt entschied, wer Zugang zum Papst erhielt, bestimmt jetzt Bergoglio selber, wen er sprechen möchte. Will er telefonieren, greift er selber zum Hörer, so sei es einmal dazu gekommen, dass er auf seine Meldung „Hier spricht der Papst“ als Antwort erhielt: „Und ich bin der Kaiser von China“.

Das kleine Zimmerchen neben der Pforte, in dem Franziskus jetzt seine Gäste empfängt, soll nicht nur Bescheidenheit demonstrieren, sondern die Botschaft übermitteln, dass jetzt nicht mehr die äußere Form zähle, sondern der Inhalt der Gespräche. Dass der Autor das Innere des Vatikans bestens kennt, aber genauso auch die Denkweisen und die Vorliebe für symbolische Gesten, zeigt z.B. der Vergleich des jetzigen Audienzraums mit dem Weg durch den Apostolischen Palast, den frühere Gäste zurücklegen mussten, bis sie im Audienzsaal angekommen waren. Im Angesicht von solcher Pracht und Herrlichkeit, der der Gast auf seinem Weg begegnete, konnte er sich bei seiner Ankunft nur noch voller Demut und im Gefühl völliger Bedeutungslosigkeit vor dem Papst auf die Knie werfen. Eine solche Machtdemonstration liegt Franziskus fern.

Spannend sind auch die Ermittlungen, die der Autor anstellt, um zu begreifen, weshalb der Papst seine Weihnachtsansprache an die Kurie 2014 in eine bitterböse Strafpredigt verwandelte, in der er den Kardinälen unter anderem „spirituellen Alzheimer“ vorwarf. Der Weg führt den Autor über mehrere Informanten, mit denen er verschiedene Hypothesen diskutiert, bis er zu einer plausiblen Erklärung für die große Wut des Papstes gelangt.

Eine drängende Frage unmittelbar nach der Wahl Bergoglios war: Wie wird er es mit der Vatikan-Bank (IOR) halten? Wird er, anders als seine Vorgänger, sich den Skandalen stellen und die einzelnen Vorgänge und die darin verwickelten Personen genau unter die Lupe nehmen? Diese Kapitel machen ein Viertel des Buches aus und lesen sich wie ein Kriminalroman. Wenn der Papst die Botschaft des Jesus von Nazareth „Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ ernst nahm, dann musste er sich diesem Problem stellen. Die europäische Bankenaufsicht Moneyval hatte die Vatikanbank als „hochgradig kriminell“ eingestuft und sie der Geldwäsche verdächtigt. Und es ist allgemein bekannt, dass die IOR an dem betrügerisch herbeigeführten Zusammenbruch des Banco Ambrosiano (Mailand) vor 25 Jahren beteiligt war, durch den 1,1 Milliarden Dollar Kundengelder vernichtet worden waren. (Der Vatikan hat später Verantwortung übernommen, in dem er eine Entschädigung von 247 Millionen an die Gläubiger zahlte). Ein Paradestück des Buches ist der Besuch des Autors bei einem Fürsten, der von ihm, einem deutschen Journalisten, wissen will, was der Papst bezüglich der Vatikanbank vorhat. Die Unterredung selber ist für den Autor ein völliges Rätsel, und erst als einer seiner Freunde das Wort für Wort von Englisch wiedergegebene Gespräch dechiffriert, wird einiges klar. Das soll aber hier nicht verraten werden.

Die Schilderungen der Ereignisse gehen bis zum September 2015 und enden mit den Vorfällen um die „Grüne Enzyklika“, durch die die Papstgegner in der Kurie aller Welt demonstrierten: Wir sind mit diesem Papst nicht einverstanden! Damit findet ein durch-gängiges Thema seinen Abschluss: Die Feindschaften, die sich Franziskus durch seine Reformen zugezogen hat und die möglicherweise, so Englisch, zu einer Kirchenspaltung führen könnten: Er spielt den Gedanken durch, dass sich Benedikt mit Kardinälen zusammentun und eines Tages Franziskus exkommunizieren könnte, weil er „nicht katholisch“ sei, das heißt, weil er gemeinsame Sache mit „Ketzern“ mache, weil er das Sakrament der Ehe nicht anerkenne, weil er den Absolutheitsanspruch der katholischen Kirche nicht teile (Benedikt hatte stets wiederholt, nur als Katholik komme man ins Paradies), weil er die Kurie abgestraft hat (der Papst hat u.a. die bisher automatische Immunität für Vatikanangehörige abgeschafft), weil er Freundschaft mit anderen Kirchen und den Freikirchen wolle und den Islam achte. Der Autor ist der Meinung, dass den Papst bisher nur die Zustimmung und die Verehrung durch die weltweite Öffentlichkeit vor Schlimmerem geschützt hat.

Das Buch ist wirklich lesenswert. Man bekommt einen viel präziseren Eindruck von den Vorgängen im Vatikan als durch die Lektüre von einzelnen Nachrichten, die man unter tausend anderen Informationen von den Medien erhält. Englisch erzählt emotional, oft mit salopper Sprache und immer wieder mit Humor von seinen Recherchen im Vatikan. Er verhehlt nicht seine persönliche Bewunderung für den Papst aus Argentinien. Erfrischend ist seine unkomplizierte Haltung gegenüber italienischen Verhaltensweisen. Dadurch dass er immer wieder auch seine Überlegungen mitteilt, wie er in einer bestimmten Situation strategisch am besten vorgehen könnte, um an die von ihm gewünschte Information zu kommen, entsteht der Eindruck, unmittelbar am Geschehen beteiligt zu sein.
Das letzte Kapitel listet die von Franziskus eingeführten Neuerungen noch einmal in neun Punkten auf. Der Schlusssatz besteht aus einem Gebet, in dem Englisch dem Papst den Beistand Gottes wünscht. Ich habe dem Autor dieses persönliche Bekenntnis abgenommen.Der Kämpfer im Vatikan: Papst Franziskus und sein mutiger WegAndreas Englisch – Franziskus, der Kämpfer im Vatikan 2015 (374 Seiten)

Vatikanbank Rücktritt wegen Investmentfonds in Luxemburg

Immer noch D-Mark-Restbestände im Umlauf

Die Bundesbank vermisst fast 13 Milliarden D-Mark

Immer noch sind Scheine und Münzen im Wert von fast 13 Milliarden DM im Umlauf. Dabei ist die D-Mark seit 2002 kein Zahlungsmittel mehr. Viel von dem Geld ist wohl „unwiederbringlich verloren“.

Schon seit 2002 ist die D-Mark kein Zahlungsmittel mehr. Dennoch sind immer noch Scheine und Münzen im Wert von fast 13 Milliarden DM im Umlauf. Viel Geld ist wohl „unwiederbringlich verloren“, berichtet die Welt.de.

Ivica Astalos www.astalos.eu

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Caracas unfreiwillig bargeldlos

Maduro gibt wichtigste Banknote wieder frei.

Venezuelas Präsident Maduro wollte den 100-Bolivar-Schein eigentlich abschaffen. Doch der Mangel an anderen Zahlungsmitteln hat zu Protesten und Plünderungen geführt.
Der 100-Bolívar-Schein wurde schon aus dem Verkehr gezogen. Bis Donnerstagabend konnten die Venezolaner ihr Geld umtauschen oder auf Konten gutschreiben lassen. „Die Frist ist abgelaufen. Es gibt keine Verlängerung“, sagte Präsident Maduro. Bis zum 20. Dezember ist noch der Umtausch bei der Zentralbank möglich.

Angeblich wurde der 100er-Schein gezielt aus dem Ausland aufgekauft, um dem Land Liquidität zu entziehen und die Wirtschaft zu destabilisieren. Die Bargeldbestände würden vor allem in Kolumbien, aber auch in Deutschland, Tschechien und der Ukraine gehortet, sagte Präsident Maduro. Hinter dem Komplott stecke das US-Finanzministerium.

Maduro sprach im Fernsehen von einem „internationalen Sabotageakt“. Im Ausland seien Flugzeuge, die mit den neuen Geldscheinen für Venezuela beladen gewesen seien, zum Umsteuern gezwungen worden. Die Regierung habe aber bereits neue Lieferungen organisiert.

Maduro verlängerte die Schließung der Grenze zu Kolumbien am Donnerstag um weitere 72 Stunden. Damit solle ein Rückfluss von 100-Bolívar-Scheinen nach Venezuela verhindert werden. Die Grenze zwischen den beiden südamerikanischen Ländern war erst im August nach einem Jahr wieder geöffnet worden.

Das südamerikanische Land kämpft mit der höchsten Inflation weltweit. Die Regierung macht keine Angaben zur Teuerungsrate, aber Experten rechnen mit 600 bis 700 Prozent Inflation im laufenden Jahr. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet 2017 sogar eine Inflationsrate von mehr als 1600 Prozent.

Venezuela leidet seit Monaten unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Wegen des niedrigen Ölpreises verfügt das Land mit den größten Erdölreserven der Welt kaum noch über Devisen. Venezuela zieht Banknote ausdem Verkehr

Peter Schrank www.schrankartoons.com

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Schweiz eine der schlimmsten Steueroasen weltweit

Das Bermuda-Dreieck reicht bis nach Europa: Wo Profite steuerlos verschwinden.

Oxfam hat recherchiert, welche 15 Länder die Unternehmenssteuern weltweit am aggressivsten nach unten ziehen. Anstatt an dem ruinösen Wettlauf teilzunehmen, müssen die G20-Staaten gegensteuern und die gefährliche Abwärtsspirale stoppen – sonst fehlen die Mittel für Bildung und Gesundheit.

Die Schweiz gehört nach einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam zu den „schlimmsten Steueroasen“ der Welt. Oxfam veröffentlichte am Montag unter der Überschrift „Steuerkämpfe“ den Bericht mit einer Liste von 15 Ländern, die Unternehmen demnach zur Steuerumgehung verhelfen.

Den ersten Platz auf der- Liste TAX BATTLES / Steuerkämpfe – belegt Bermuda, gefolgt von den Cayman-Inseln, den Niederlanden, der Schweiz und Singapur. Es folgen Irland, Luxemburg, Curaçao, Hongkong, Zypern, die Bahamas, Jersey, Barbados, Mauritius und die Britischen Jungferninseln.

Diese Länder würden arme Staaten jährlich um Einnahmen von mindestens 100 Milliarden US-Dollar (rund 95 Mrd. Euro) bringen. Das wäre laut Oxfam genug, um den 124 Millionen Mädchen und Jungen (Frauen und Kinder leiden unter Korruption) , die nicht zur Schule gingen, Bildung zu bieten, und jedes Jahr den Tod von sechs Millionen Kindern durch medizinische Versorgung zu verhindern.

Die Organisation mit Sitz im britischen Oxford forderte deshalb von den führenden Industrie- und Schwellenländern (G20) schärfere Maßnahmen gegen Steuervermeidung. „Steueroasen stehen im Zentrum eines ruinösen Steuerwettlaufs. Sie müssen dringend trockengelegt werden“, sagte Tobias Hauschild von der Hilfsorganisation. „90 Prozent der 200 weltgrößten Konzerne haben Ableger in Steueroasen.“ In den vergangenen 25 Jahren seien die durchschnittlichen Firmensteuersätze in den G20-Ländern von 40 Prozent auf unter 30 Prozent gesunken.

Die EU bereitet offenbar eine „schwarze Liste“ mit Staaten vor, die Steuerhinterziehung ermöglichen, berichtet die Aargauer Zeitung. Demnach sagte Finanzminister Ueli Maurer im November nach einem Treffen mit den EU-Amtskollegen in Brüssel, er könne „nicht ausschliessen“, dass die Schweiz dereinst auf solche Liste kommt. Ein Brief mit entsprechenden Fragen sollte im Januar in Bern eintreffen. Verweigern die Länder die Kooperation oder leiten sie keine Maßnahmen zur Anpassung der von der EU kritisierten Regelungen ein, riskieren sie, auf der Schwarzen Liste zu landen.

In der Schweiz hat man Kenntnis von der Überprüfung, wie eine Anfrage der Aargauer Zeitung beim Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) ergab. Man gehe aber „zum jetzigen Zeitpunkt nicht davon aus, auf einer Schwarzen Liste zu erscheinen“. Deutsche-Mittelstands-Nachrichtendinosaurier-hinterlaesst-spuren-im-finanzsystem-3Geldwäschespuren im Finanzsystem

Briten wollen Steueroasen behalten

Einfluss auf EU-Politik trotz Brexit

Trotz ihrer Entscheidung für einen EU-Ausstieg wollen die Briten die Steuerpolitik der Union auch künftig entscheidend mitbestimmen. Sie streben den Vorsitz der Arbeitsgruppe Verhaltenskodex beim Rat der Europäischen Union an, die über den schädlichen Steuerwettbewerb der Mitgliedstaaten wacht. Trotz ihrer Entscheidung für einen EU-Ausstieg wollen die Briten die Steuerpolitik der Union auch künftig entscheidend mitbestimmen. Für den einflussreichen Posten haben sie Mike Williams, einen Karrierebeamten aus dem britischen Finanzministerium, in Stellung gebracht. 

Briten gegen schwarze Liste
Die Nominierung trifft bei den übrigen Mitgliedsländern auf Widerstand, weil die Briten seit dem Brexit-Beschluss wichtige Fortschritte im Kampf gegen Steueroasen blockieren.
Bei der Erstellung einer schwarzen Liste verdächtiger Steuerparadiese verhindern sie bisher erfolgreich, dass ein Steuersatz von null, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen, als Verdachtskriterium zählt.

Unliebsame Entwicklungen stoppen
Die Briten fordern auch, dass nicht mehr die EU-Kommission, sondern allein die EU-Länder für die Verhandlungen mit den Steuerparadiesen zuständig sind. So könnten sie, so lautet wohl das Kalkül, mit ihrem nationalen Vetorecht in Steuerdingen für sie unliebsame Entwicklungen stoppen.

Mehrere britische Überseegebiete – wie Bermuda, die Cayman Islands und die British Virgin Islands – locken Steuersparer aus der ganzen Welt an.

Crime Enabling – Verbrechen ermöglichen
Frauen und Kinder leiden unter Korruption

Isabell Hemming www.w-t-w.org/en/isabell-hemming/

Isabell Hemming
www.w-t-w.org/en/isabell-hemming/

Weihnachtsfeiern füllen die Kassen

Das Weihnachtsfest beschert nicht nur den Kindern leuchtende Augen, sondern wohl auch manchen Gastronomen. Denn im Vorfeld des Heiligen Abends gibt es gewaltige Mehr-Umsätze im Gastgewerbe dank der Weihnachtsfeiern von Firmen, Vereinen & Co.

Weihnachtsfeiern bringen Millionen. Berufstätige gehen im Durchschnitt auf 1,4 Weihnachtsfeiern, 13 Prozent gehen auf drei oder mehr Weihnachtsfeiern Wien – Das Weihnachtsfest beschert nicht nur den Kindern leuchtende Augen, sondern wohl auch manchen Gastronomen. Denn im Vorfeld des Heiligen Abends gibt es gewaltige Mehr-Umsätze im Gastgewerbe dank der Weihnachtsfeiern von Firmen, Vereinen & Co. Einer Umfrage zufolge ergibt sich im Advent laut Focus-Institut ein rechnerischers Einnahmenplus im Gastro-Bereich von 365 Mio. Euro. DerStandard.at

Kunden wollen kompetente Beratung sowie Service nach dem Kauf und vertrauen daher besonders auf den Einzelhandel, der auch mit seinem unkomplizierten Zahlungsprozess überzeugt. Aktuelle Trends, wie Mobile Payment, können sich momentan nach Aussage der Konsumenten noch nicht durchsetzen, sodass sie vermutlich erst in den kommenden Jahren interessant werden

Der Einzelhandel blickte erwartungsvoll auf die Feiertage: Laut Deloitte Christmas Survey plant die Mehrzahl der Bundesbürger auch in diesem Jahr, ihre meisten Geschenke beim stationären Handel und nicht über das Internet zu kaufen. Ganz vorne auf dem Wunschzettel stehen Geldpräsente, Bücher, Geschenkgutscheine sowie Kosmetikartikel und Speisen oder Getränke. Mehr als ein Drittel der Befragten beginnt bereits im November mit dem Kauf der Weihnachtsgeschenke.

Heinrich Schwarze–Blanke www.w-t-w.org/en/heinz-schwarze-blanke www.hsb-cartoon.de

Heinrich Schwarze–Blanke
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Euphorie ohne Bremse?

Die Jahresend-Party hat schon angefangen, Pessimismus an den Börsen ist passé –ausser es geht um Europas Aktienmärkte.

Weiter aufwärts, Euphorie ohne Bremse. Der US-Leitindex in den vergangenen Tagen mit kräftigen Gewinnen. Lediglich die Ausbrüche aus Aufwärtstrendkanälen nach oben, die eine Euphorie-Phase und somit ein Überschießen des Marktes darstellen, mahnen zur Vorsicht, dass Rücksetzer ebenso dynamisch erfolgen könnten. Noch aber ist der Bulle zu reiten. Grossanleger scheinen einem Herdentrieb verfallen. Die US-Aktien haben sich seit der Präsidentschaftswahl im November bestens entwickelt. Wer noch nicht auf den Zug aufgesprungen ist, der tut es jetzt. Das zumindest könnte einem geneigten Beobachter durch den Kopf gehen, wenn er die jüngsten Erkenntnisse aus der monatlichen globalen Fondsmanager-Umfrage von Merrill Lynch betrachtet. Die durchschnittlichen Bargeldbestände sind von sehr hohen 5,8% im Oktober auf nur noch 4,8% gesunken. In Europa betragen sie gar sehr magere 3,3%.

Der Dollar gilt als überbewertet, Japan profitiert und Europa wird von Fondsmanager als grösstes Risiko betrachtet. Die EU mit eventuellen Bankenpleiten in Europa wird als gefährlich eingestuft, einen Absturz der Obligationenmärkte und eine Stagflation (26%) sowie eine Abwertung von Chinas Währung oder einen Immobilien-Crash im Reich der Mitte (19%).
Bullish Aktienmarkt

Erdoğan führt Türkei in die Krise

Die türkische Zentralbank erhöht die Zinsen, doch es hilft nichts: Die Währung fällt, Investoren suchen das Weite. Die Strände sind leer, auf der Einkaufsmeile Istanbuls schließen viele Geschäfte

Die türkische Wirtschaftsleistung ist im dritten Quartal eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank das Bruttoinlandsprodukt im Zeitraum Juli bis September um 1,8 Prozent, wie das staatliche Statistikinstitut Turkstat mitteilte. Es handelt sich um die erste Schrumpfung seit 2009.

Daron Acemoğlu, Professor für Wirtschaft am MIT in Boston, warnt vor einem Zusammenbruch der türkischen Wirtschaft binnen der kommenden zwei Jahre, sollte die Regierung ihren Kurs beibehalten. Ausländische Investoren, sagt er, zögen sich bereits zurück, und er erwartet, dass sich diese Entwicklung unter der Präsidentschaft von Donald Trump beschleunigen könnte. Die Türkei wäre dann kaum mehr in der Lage, ihre Auslandsschulden zu bedienen.

Er sieht die Pressefreiheit als enorm wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes an. Die Gefahr von Monopolbildung und Korruption steige. Hoffnung setzt Acemoğlu in die türkische Zivilgesellschaft, die er als offener als noch in den Neunzigern einschätzt.

 Die schwache Lira ist nicht nur ein hausgemachtes Problem. Seit der Wahl von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten hat die türkische Währung zum Dollar acht Prozent an Wert verloren. Die Erwartung steigender Zinsen in den USA lässt Anleger aus vielen Schwellenländern Geld abziehen. Aber die Schwierigkeiten fingen schon vor Trump an – und auch schon vor dem Putschversuch im Juli. Oppositionspolitiker und Regierungskritiker sitzen in Haft, Zehntausende haben ihren Job verloren und sehen sich mit Terror-Ermittlungen konfrontiert. Die Unsicherheit im Land schreckt Investoren ab.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen
www.harmbengen.de

Frauen in Finanz-Start-ups

Zu wenig Frauen in Fintechs. In Finanz-Start-ups gibt es kaum Frauen in Führungspositionen. Fintechs boomen, Frauen sind bei den Start-ups jedoch in der Minderheit. Aber wieso? Generell gibt es weniger Gründerinnen als Gründer in der Start-up-Szene, aber gerade in der Fintech-Szene gab es so gut wie keine.
Quelle: Fintech Ladies: Warum ich ein Netzwerk für Fintech-Frauen gründe.
Fintechladies.com

Deutschland, ein Fintech-Märchen? Oder hofft die Bundesregierung nur auf Boom?

Deutschland kann mit einem Fintech-Boom rechnen. Das ist zumindest das Ergebnis einer anbieterübergreifenden Studie des Bundesfinanzministeriums.
FinTech – Markt in Deutschland / Gutachten

Die Studie fokussiert sich auf die Segmente Finanzierung und Vermögensmanagement. Zu diesen FinTech-Unternehmen zählen unter anderem Internetportale für Crowdlending und Crowdin-vesting aber auch Social Trading und Robo Advice.
Powerwomen in-Fintech
Women in Fintech

Ein Fond für nachhaltige Energien

Microsoft-Gründer Bill Gates und weitere einflussreiche Milliardäre haben einen Fonds für nachhaltige Energien vorgestellt. Die anfängliche Investitionssumme beträgt eine Milliarde US-Dollar. Laut eines Statements wird der „Breakthrough Energy Ventures“-Fonds langfristig in risikoreiche Energie-Technologien investieren, die das Potential haben, den Klimawandel zu verlangsamen und Treibhausgase zu reduzieren.

Die Investitionen würden in Bereiche wie Stromerzeugung- und speicherung sowie Landwirtschaft und Transportmittel fließen. Neben Gates sind auch Jeff Bezos, Amazon-Gründer, Richard Branson, Gründer der Virgin Group, und Jack Ma, Gründer des chinesischen Internetriesen Alibaba mit dabei. b-t.energy/ventures
@BillGates

Alexei Talimonov

Alexei Talimonov